M 101 (Pinwheel Galaxy, Arp 26) im Großen Bären

Da mir bislang keine zufriedenstellende Aufnahme von M 101 gelungen war, mußte ich sie dieses Jahr mit der gekühlten CCD-Kamera und einem im Vergleich zur CCTV-Kamera größeren Bildfeld bei mindestens gleich guter Auflösung noch einmal fotografieren. Das Bildfeld ist zwar jetzt 27' x 20' groß, aber M 101 ist immer noch etwas größer. Das meiste der Galaxie ist aber auf dem Bild drauf. Das Problem bei der Aufnahme war aber der Helligkeitsverlauf des Bildhintergrunds, der nicht genügend ausbalanciert korrigiert werden konnte. Im Bereich des abgewinkelten, nach oben verlaufenden Arms ist der Hintergrund überkorrigiert, am rechten Bildrand dagegen unterkorrigiert. Da könnte mehr Belichtungszeit helfen. Außerdem ist es natürlich verlockend, solch eine helle Galaxie einmal farbig aufzunehmen und die Emissionsnebel und offenen Sternhaufen farblich zu differenzieren.

Die vielen hellen Gebiete in den Spiralarmen sind Emissionsnebel und Sternhaufen und haben zum großen Teil eigene Nummern im NGC-Katalog.

Datum: 17.04.10, 02:16h MESZ

Optik: f=1180 mm f/5,0

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10

Gesamtbelichtungszeit: 60 min (Einzelbilder: 180 Sekunden)

Kamera: Atik 314L

 

Die Galaxie ist eine der majestätischsten Spiralen am Himmel und so groß, daß sie für eine optimale Wirkung eine etwas lichtstärkere Optik und kürzere Brennweite verträgt. Ein Kollege aus unserer astronomischen Arbeitsgemeinschaft hatte mir für ein paar Wochen seinen 100mm Pentax SDUF-II Refraktor geliehen. In Kombination mit dem 1/2" CCD-Chip der Watec CCTV-Kamera ergibt das ein Bildfeld von fast 60'x 45'. Da passt M 101 samt näherer Umgebung auf ein Bild.

M 101 stand im dunklen Zenit, so daß ich die Einzelbilder trotz der lichtstarken Optik 10 Sekunden belichten konnte, ohne daß der Hintergrund zu hell wurde.

M 101 wirkt sehr unsymmetrisch. Der Galaxienkern befindet sich außerhalb der geometrischen Mitte und der linke Arm zeigt etwas abgewinkelt nach oben. Wegen dieses gestörten Aussehens hat M 101 unter der Nummer 26 Eingang in den Arp-Katalog der Galaxien mit besonderem Aussehen gefunden. Klar ist, daß das Aussehen von M 101 durch gravitative Wechselwirkung mit einer ihrer Begleitgalaxien zurückzuführen ist. Es ist aber nicht klar, welche dafür verantwortlich ist. Auf der anderen Seite wird die gravitative Wechselwirkung mit M 101 für das Aussehen von NGC 5474 (nicht im Bild) verantwortlich gemacht. Links von M 101 befindet sich die irreguläre Zwerggalaxie NGC 5477, die eine Begleitgalaxie von M 101 ist.

(Ausschnitt)

Datum: 19.04.09, 02:08h MESZ

Optik: f=400 mm f/4,0

Nachführung: keine

Gesamtbelichtungszeit: 33 min (Einzelbilder: 10 Sekunden)

Kamera: Watec WAT-120N

 

Die Galaxie so groß, daß sie nicht annähernd aufs Bild paßt. Sie verträgt daher eine etwas lichtstärkere Optik und kürzere Brennweite. Bei meinen ersten Versuchen, M 101 abzulichten stimmten der Fokus nicht, und die orientierung der Polachse war so schlecht, daß die Sterne selbst in den 10 Sekunden Belichtungszeit schon Striche wurden. Diese Fehler sind in der neuen Aufnahme abgestellt, aber durch ein Versehen hatte ich die Kamera zunächst nicht so orientiert, daß Norden oben ist. Bei der anschließenden Aufnahme paßte die Orientierung, aber die Aufnahme mußte vorzeitig abgebrochen werden, weil die Galaxie hinter meinem Hausdach zu verschwinden drohte. Ich hätte M 101 ein paar Monate früher aufnehmen sollen. Das Wetter hat dies aber im März und April verhindert. Die Aufnahme ist noch lange nicht optimal. Vor allem die Aufhellung oben rechts gefällt mir noch nicht. Außerdem würde die Galaxie als ein Mosaik noch besser wirken.

Das Bild ist ein Komposit aus zwei Aufnahmen.

Datum: 11.05.08, 23:59h MESZ

Optik: f=1160 mm f/4,9

Nachführung: keine

Gesamtbelichtungszeit: 27+13 min (Einzelbilder: 10 Sekunden)

Kamera: Watec WAT-120N

 

Dies sind meine ersten Versuche, M 101 abzulichten. Die Aufhellung im rechten Teil des Bildes ist reell und rührt von Sternfeldern zwischen den Spiralarmen her. Das obere Bild ist ein Komposit unter Einschluß von Bereichen, die weniger als 30 Minuten belichtet wurden. Daraus resultiert in diesen Bereichen (am oberen und unteren Bildrand) ein etwas ungleichmäßigerer Hintergrund. Das untere Bild zeigt den Bereich, der 30 Minuten belichtet wurde.

Datum: 21.02.04, 02.33h MEZ

Optik: f=1480 mm f/6,3

Nachführung: keine

Gesamtbelichtungszeit: 30 min (Einzelbilder: 10 Sekunden)

Kamera: Watec WAT-120N

 

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