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Der Vierfachquasar J1004+4112 ist eine echte Herausforderung für die Watec-Kamera an meinem 9,15" Teleskop. Bei dem Objekt handelt es sich um einen 9 Milliarden Lichtjahre (z=1,73) entfernten Quasar, dessen Bild durch eine in der Sichtlinie stehende massive Galaxie in vier Einzelbilder aufgespalten wird. Da die die Galaxie nicht 100% in der Sichtlinie steht, ergeben die vier Abbilder nicht ein symmetrisches Kreuz (Einstein-Kreuz) und haben gleiche Helligkeit, sondern sie sind unterschiedlich hell und etwas ungleichmäßig um die linsende Galaxie in ihrer Mitte angeordnet.
Die vier Einzelbilder haben Helligkeiten von 19-20 mag. Das ist für mein Equipment grenzwertig und nur bei exzellenter Transparenz machbar. Ich habe das Objekt an mehreren Abenden fotografiert, um durch Überlagerung der Aufnahmen ein besseres Signal-zu-Rausch-Verhältnis zu erzielen. Doch die Bedingungen waren nicht so optimal, daß das Ergenis des Summenbilds aller Aufnahmen besser war als das Summenbild vom 19.04.09. Auf ihm sind nur die beiden hellsten und eng beieinanderstehenden Komponenten erkennbar.
Der Vergleich mit der blaugefilterten Aufnahme aus dem POSS (Bild unten) läßt erkennen, was ich auf meiner Aufnahme darstellen konnte und was außerhalb meiner Reichweite lag. In der Sternkette rechts vom Quasar und am unteren Bildrand befinden sich kleine Hintergrundgalaxien (oder sollte ich im Vergleich zum Quasar besser Vordergrundgalaxien sagen?).
Datum: 19.04.09, 22:28h MESZ
Optik: f=1410 mm f/6,0
Nachführung: keine
Gesamtbelichtungszeit: 22 min (Einzelbilder: 10 Sekunden)
Kamera: Watec WAT 120-N
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