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Abell 1656 wird auch der Coma Galaxienhaufen genannt. Auf diesem Bild ist nur der zentrale Teil um die Elliptischen Galaxien NGC 4874 (rechts) und NGC 4884 (Bildmitte) zu sehen. Trotzdem ballen sich in diesem Ausschnitt bereits 28 Galaxien aus den NGC- und IC-Katalogen. Die hohe Zahl der Galaxien aus diesen beiden Katalogen ist nicht nur der Helligkeit der Galaxien zu verdanken, sondern vor allem auch ein Auswahleffekt. Die Galaxien der NGC- und IC-Kataloge wurden fast alle visuell entdeckt. Besonders interessante Gebiete, wie eben dieser Galaxienhaufen, wurden von den Beobachtern genauer untersucht. Es lag daher nahe, daß die Positionen der vielen sichtbaren Galaxien genau verzeichnet wurden, um sie eindeutig in dem Gewimmel unterscheiden zu können.
Da den Beobachtern der früheren Jahrhunderte keine Fotografien oder genaue Teilkreise zur Verfügung standen, mußten sie das Aussehen der Objekte und ihre Position relativ zu anderen Objekten oder nahen Sternen beschreiben. Dabei kam es gelegentlich vor, daß Objekte mehrfach entdeckt und katalogisiert wurden, ohne daß zunächst auffiel, daß es sich um die identischen Objekte handelte. Die Galaxie NGC 4884 in der Bildmitte erhielt auf diese Weise auch eine zweite Katalognummer, nämlich NGC 4889. Aber selbst als den Astronomen schon parallaktische Montierungen mit Teilkreisen zur Verfügung standen, traten gelegentlich Ablesefehler und Schreibfehler auf, so daß die Identität einiger verlorener oder "nicht-existenter" Objekte erst in mühsamer Recherchearbeit geklärt werden konnte. Hier hat sich insbesondere Wolfgang Steinicke verdient gemacht.
Im ganzen Bild wimmelt es von weiteren Galaxien, die zum Haufen gehören. Insgesamt dürften sich mehr als 100 katalogisierte Galaxien auf dem Bild befinden. Ich habe nur die Galaxien aus den NGC- und IC-Katalogen markiert, da sonst der freie Platz zwischen den Galaxien für die Beschriftung nicht ausgereicht hätte.
Datum: 17.04.10, 01:10h MESZ
Optik: f=1180 mm f/5,0
Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10
Gesamtbelichtungszeit: 63 min (Einzelbilder: 180 Sekunden)
Kamera: Atik 314L
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